Warum Ist Das Wichtig?

Die Vorteile der Freiheit von Handelsgesetzen liegen auf der Hand: die Kunden genießen heute ein weitaus besseres Preis-/Leistungsverhältnis und Umfang und Qualität der Produkte sind gestiegen.

Bei Wettgeschäften wird dieses Prinzip jedoch geflissentlich ignoriert, da die Mitgliedstaaten die Gesetze, denen die Union unterliegt, brechen und so protektionistische Regimes schaffen können. Dies gereicht den Kunden, die eigentlich von diesen Gesetzen profitieren sollten, sehr zum Nachteil.

Die Aufrechterhaltung des Gesetzes zu Wettgeschäften würde dieselben Vorteile bieten - und insbesondere einen Mehrwert für den Kunden darstellen. Gemäß der EGBA (European Gaming and Betting Association; Europäischen Glücksspiel- und Wettvereinigung) ist die "durchschnittliche Auszahlung auf einer Seite im staatlichen Besitz deutlich niedriger als die auf dem privaten Wettbewerbssektor. Seiten, deren Eigentümer der Staat ist, könnnen Auszahlungen von nur 50-55 bieten im Vergleich zu durchschnittlich 95 auf Sportwetten- und Casinoseiten der EGBA-Mitglieder."

Es ist eine Sache, wenn eine Regierung das Glücksspiel komplett unterbinden will, aber eine vollkommen andere, wenn sie beschließt, dass es in Ordnung ist, gleichzeitig ein staatliches Monopol zuzulassen, das Unternehmen auf dem privaten Sektor ausschließt. Viele Staaten tun unter dem Deckmantel des "Verbraucherschutzes" derzeit genau das.

Die Europäische Kommission muss ihre Pflicht, die Gesetze der EU durchzusetzen, erfüllen. Dazu muss sie das Recht von Unternehmen, seine Dienstleistungen in jedem Mitgliedstaat anbieten zu dürfen, schützen und sicherstellen, dass die Kunden das Recht haben, Wetten bei jedem Anbieter ihrer Wahl abzuschließen.

Der Leitgedanke unserer Kampagne ist, dass das Gesetz nicht einheitlich angewendet wird. Die EU ist kein Süßwarenladen, wo ein Mitgliedstaat einfach wählen kann, welche Gesetze er befolgen möchte. Der internationale Markt gilt nicht nur in einigen Bereichen und in anderen nicht.

Unsere Anliegen ist das Glücksspiel, aber das Prinzip gilt für alle Sektoren gleichermaßen. Ein Franzose sollte nicht auf das Fahren eines Renaults beschränkt sein, ein Deutscher nicht nur Becks Bier trinken müssen und ein Italiener sollte auch eine Pizza essen dürfen, die nicht in den Öfen von Neapel, Rom oder Mailand gebacken wurde.

Gleichermaßen sollten die Franzosen, die Deutschen, Italiener, Schweden, Niederländer und alle anderen Bürger Europas das Recht haben, sich ihren Wettanbieter selber auszusuchen und dabei nicht auf das von der Regierung geschützte Angebot innerhalb der eigenen Landesgrenzen beschränkt sein.

Ziel des Projekts "Europa" war die Durchbrechung der geografischen Grenzen und die Schaffung eines einzelnen Marktes für die Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen. Indem die EU die Rechtssprechung bezüglich des freien Handels nicht durchsetzt, widerspricht sie ihrer eigenen Daseinsberechtigung.

Daher geht es bei der Unterzeichnung dieser Petition um so viel mehr als nur um Glücksspiel. Es geht darum, die Mitgliedstaaten nicht mit ihrer Weigerung zur Implementierung (und dem effektiven Brechen) der EU-Gesetze davonkommen zu lassen. Wenn sie damit in diesem Fall Erfolg haben, werden sie dies auch weiterhin tun, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Ob Sie nun gern Wetten oder nicht, die Right2Bet-Kampagne verdient und braucht Ihre Unterstützung, denn nächstes Mal kann es sich bei der ignorierten Gesetzgebung um etwas handeln, das noch größere Auswirkungen auf unser tägliches Leben hat.

Artikel 49 des EG-Vertrages
Ein Großteil der Probleme,die mit dem Verbot von grenzübergreifendem Glücksspiel zu tun haben, geht auf den Artikel 49 des EG-Vertrages zurück, der die Freiheit festschreibt, Dienstleistungen in jedem Mitgliedstaat der Europäischen Union anbieten zu dürfen, ungeachtet dessen, aus welchem EU-Land diese Dienstleistungen ursprünglich stammen.

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Staatsmonopole eine eindeutige Verletzung des Artikels 49 darstellen und dieser Beschluss wurde insbesondere im Hinblick auf das Glücksspiel gefällt. Zwar lässt sich das komplette Angebot an Glücksspieldiensten rechtlich von den Mitgliedstaaten verbieten, dies ist jedoch bei einem Monopol nicht möglich.

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